Joachim Cott


72 Jahre alt, seit 1994 Stadtverordneter, ein Ex-Offenbacher hat mit Büdingen Geschichte lieben gelernt.
Gelernter Reproduktionsfotograf (es gab ein Leben vor der Digitalfotografie) und viele Jahre Lehrer für Geschichte, Politik und Ethik. Eine lehrreiche Zeit an der Limesschule in Altenstadt.
Inhaber der Geschichtswerkstatt Büdingen.
Leiter des Heuson-Museums und Vorsitzender des Büdinger Geschichtsvereins.
Seit 1994 mit Lust und Frust Mitglied der Büdinger Stadtverordnetenversammlung

Nicht zuletzt durch bislang sieben Fraktionen in der Büdinger Stvv begründet, ist die Arbeit in den politischen Gremien nicht einfach. Sollte die AfD in die Stadtverordnetenversammlung einziehen, wird das rechte Geblubber noch zunehmen. Den Einfluss antidemokratischer Parteien einzudämmen, wird ein Hauptaspekt der parlamentarischen Arbeit der Grünen sein. 

Meine Arbeit über 27 Jahre in vielen Ausschüssen, Verbänden und Kommissionen hat zu einem breiten Spektrum an Wissen zu den unterschiedlichsten Themen geführt. Sei es um die zentrale Frage des Hochwasserschutzes für die Kernstadt und die Stadtteile, sei es um weitere infrastrukturelle Probleme wie z.B. Gewerbeansiedlung oder preiswerter Wohnraum. Die Entscheidungen zum Hochwasserproblem werden zweifellos einen Hauptteil künftiger Arbeit der Stadtverordnetenversammlung bilden. 

Ein besonderes Beispiel langwieriger und ungelöster Themen ist die never-ending-story um die Jugendarbeit, die vor 30 Jahren in einem besseren Zustand war als aktuell. Daher ist Jugendarbeit für mich ein Toppunkt auf der politischen Agenda. Das Geschwätz von „die Jugend ist unsere Zukunft“ will kein Jugendlicher mehr hören, die Jugendlichen wollen Taten sehen. Endlich ein Jugendzentrum und eine funktionierende Jugendarbeit zu haben, damit ihre berechtigten Bedürfnisse und Wünsche erfüllt werden.

Im Bereich der Stadtentwicklung möchte ich dazu beitragen, Büdingen zu einer klimagerechten Stadt zu entwickeln. Dazu gehören Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer für deren Sicherheit im Straßenverkehr. Wir haben hier im ländlichen Raum vielfältige Ressourcen für eine hohe Lebensqualität, die wir erhalten wollen. Zugleich steht Büdingen zunehmend unter Siedlungsdruck und muss planerische Vorstellungen zur eigengesteuerten Entwicklung planen und umsetzen.

Die zunehmend ältere Bevölkerung in der Kernstadt und allen Ortsteilen verlangt ein generelles Umdenken. Ob Ampelregelungen, Beschaffenheit der Bürgersteige oder öffentlicher Personennahverkehr: viele Veränderungen sind nötig für ein altersgerechtes Büdingen.

Die Langsamkeit und Langatmigkeit in den Entscheidungsprozessen verärgert viele und lässt sie am Sinn politischer Arbeit (ver-)zweifeln und aufgeben. Das ist für mich keine Option. Frust muss und kann man aushalten. Meine Lust auf Arbeit für die Entwicklung Büdingens ist ungebrochen und wird auch in der nächsten Wahlperiode dafür sorgen, mich für diese meine Stadt einzusetzen.