Schwerpunkte zur Kommunalwahl 2021


Ihre konkreten Vorstellungen für die Entwicklung Büdingens haben die Grünen in sechs Punkten zusammengefasst: Stadtentwicklung, Verkehr, Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Jugend, Soziales und Demokratie leben.  

Stadtentwicklung
Wichtig für die Stadtentwicklung und unsere Zukunft als fortschrittliche Kommune werden klimaschutzgerechte Bebauungspläne, die auf lokaler Ebene dem Klimanotstand entgegenwirken. Parallel soll die Identität und der Charakter der Stadtteile bewahrt werden. Die Lebensqualität der Altstadt soll durch autofreie Wochenenden verbessert werden, wobei Altstadtbewohner wie bisher freie Zufahrt haben.

Neben der Reduzierung von Lärm und Abgasen möchten die Grünen das Bild der Stadt schöner gestaltet sehen und setzen sich für die größtmögliche Verringerung von Spielotheken und Wettbüros ein. Entscheidend in den nächsten Jahren wird sein, ob neue Ansiedlungen und der Erhalt von Einzelhandel und Gewerbe gelingen werden. Weitere Großhallen im interkommunalen Gewerbegebiet in Hammerbach lehnen die Grünen konsequent ab.

Verkehr
Im Bereich Verkehr sind unsere obersten Ziele Verkehrssicherheit und die Entwicklung zur fußgänger- und fahrradgerechten Stadt. Kinder und die ältere Generation sind gefährdete Verkehrsteilnehmer, die unseren besonderen Schutz verdienen. Dazu brauchen wir moderne Mobilitätskonzepte und mehr innerstädtische Radwege. Je älter die Bevölkerung wird, umso notwendiger wird der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs innerhalb der Großgemeinde. Unterhalb des Schulzentrums möchten die Grünen einen Haltepunkt der Bahn eingerichtet sehen.

Klima-, Umwelt- und Naturschutz
Beim Klima-, Umwelt- und Naturschutz setzen sich die Grünen für eine ökologische Grundausrichtung der Großgemeinde Büdingen ein. Mit ein paar hübschen Blühfeldern allein ist nichts zu retten - weder Insekten, noch Vögel und erst recht nicht das Klima. Umweltschutz braucht konsequente und nachhaltige Maßnahmen. Dazu gehört die energetische Sanierung städtischer Gebäude, eine wirksame Baumschutzsatzung, der Schutz des restlichen grünen Stadtbilds, keine Umweltgifte auf städtischen Flächen, insektenfreundliche Gärten und die Wiederherstellung des Schlossparks.
Ganz klar steht die Sanierung der Hainmauer als Hochwasserschutz für die Altstadt an vorderster Stelle und muss in diesem Jahr realisiert werden. Vor Jahren schon beschlossen wurde die Renaturierung des Düdelsheimer Beckens, bei dem der Wasserverband bislang völlig untätig blieb. Das Hochwasser vom 29. Januar sollte für ein Umdenken im Hinblick auf die mögliche Ausrichtung der geplanten interkommunalen Landesgartenschau sorgen, da sich die Prioritäten stark verschoben haben – Langfristiger Schutz der Bevölkerung hat Vorrang vor einer Schau für den Augenblick.
Ein Regenrückhaltebecken oberhalb des Hammers löst die Hochwasserprobleme nicht. Das Becken böte wenig Puffer, um Hochwasserspitzen zu kappen. Außer Düdelsheim hilft diese Maßnahme zudem keinem Ortsteil. Zuflüsse wie Pferdsbach hinter dem Sandhofweiher, Wolfsbach und Reichenbach in Rinderbügen sollten durch Rückhaltemulden verzögert werden, um Hochwasser schon im Entstehungsgebiet zu mindern. Gleiches gilt für den Seemenbach bei Nieder-Seemen / Kefenrod, dort sollte ebenso ein Rückhaltebecken entstehen.
Wir brauchen mehr ökologischen Landbau in der Wetterau. Das „Nein“ zur Massentierhaltung fordern die Grünen schon seit vielen Jahren. Der Büdinger Wochenmarkt, der seit Jahren dahindümpelt, müsste dringend eine Aufwertung erfahren, um wieder zu einem Anziehungspunkt in der Altstadt zu werden.

Jugend
Jugend braucht Verlässlichkeit – braucht das Gefühl, anerkannt zu werden. In Büdingen ist davon wenig zu spüren. Seit fünf Jahren fehlt ein Jugendzentrum, seit fünf Jahren fehlt eine feste Struktur der Jugendarbeit. Die Grünen haben diese unbefriedigende Situation als Topthema auf ihrem Aufgabenzettel. Jugendarbeit muss neue Wege gehen. In der Kernstadt und auf den Ortsteilen.

Soziales
Beim Thema Soziales ist unser erstes Anliegen, Hilfen für die Schwächsten in der Gesellschaft einzufordern und das Miteinander in unserer Gesellschaft zu stärken. Ein wichtiger Aspekt ist die Bereitstellung von genügend Plätzen in den Krabbelgruppen und den Kitas.
Als Zuzugsregion brauchen wir mehr Kita-Plätze. Jedes Kind hat Anspruch auf einen Betreuungsplatz und Büdingen gewinnt verstärkt vor allem junge Familien, die sich hier niederlassen. Schon jetzt können nicht genügend Plätze angeboten werden, daher hat die Betreuungssituation für die Grünen hohe Bedeutung.
Nicht viele können sich hohe Ausgaben für Miete oder Kauf einer Wohnung leisten. Hier ist auch die Stadt gefragt, neuen preiswerten Wohnraum zu schaffen. Der Beitritt zur Wohnungsbaugesellschaft des Kreises ist ein wichtiger Schritt. Aber auch der kommunale Wohnungsbau ist gefordert, um Inklusion zu leben und zugleich Barrierefreiheit zu schaffen.

Demokratie leben
Büdingen ist offen für alle Nationalitäten. Die Grünen wünschen, um den Anspruch der Vielkulturen-Stadt zu leben – die generelle Stärkung der Integration als zentralem Kitt einer Gesellschaft. Auch die Ehrenamtsagentur, die Brauchbar, die Reparierbar und die Tafel mit ihrer zunehmenden Bedeutung benötigen mehr Unterstützung.
Ein weiteres Hauptthemengebiet der Grünen für die nächste Wahlperiode betrifft unseren Einsatz für ein weltoffenes, vielfältiges und tolerantes Büdingen. Mit den anderen demokratischen Parteien stellen wir uns mit unserer politischen Arbeit gegen rechte Vorstellungen und Verhaltensweisen vor Ort.

Für die Wahl am 14. März 2021 treten für die Grünen an: 1. Joachim Cott, 2. Susanne Cott, 3. Sylvia Klein, 4. Uwe Knecht, 5. Sabine Skrypzak, 6. Matthias Kalkhof, 7. Arno Remmers,  8. Daniel Gottmann, 9. Tobias Steinmann, 10. Max Klein, 11. Marcus Kelley, 12. Vanessa Stanzione, 13. Yvonne Zednik, 14. Corinne Müller-Brac, 15. Monika Scheddel-Pfaff, 16. Alexandra Klingmann und 17. Jürgen Nettelbeck.