Beibehaltung der Anliegerregelung für die Wilhelm-Lückert-Straße ist ein Schildbürgerstreich

In einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung hatten die Grünen Bürgermeister Erich Spamer als Leiter der Verkehrsbehörde um die Aufhebung der jetzigen Regelung für diese Straße gebeten. Momentan ist die Wilhelm-Lückert-Straße – zwischen der Einmündung in die Industriestraße und dem Kreisel am Schulzentrum – nur für Anlieger offiziell befahrbar.

In der Alltagspraxis wird die genannte Straße aber von sehr vielen Autofahrern benutzt. Die einen wollen einen möglichen Stau in der Kernstadt umgehen, andere fahren vom Wohngebiet am Dohlberg ins Industriegebiet, auf die B 457 oder zum Tiergartenweiher. Wer z.B. in der Friedrich-Fendt-Straße wohnt und gegen 16 Uhr ins Industriegebiet möchte, fährt die Lückert-Straße, weil alles andere gegen jede Vernunft wäre. Sowohl verkehrstechnisch als auch ökologisch macht ein Umweg von mehreren Kilometern wenig Sinn. Aus diesen Erwägungen heraus wäre die Freigabe dieser Straße für den allgemeinen Verkehr eine Verbesserung für die Bürger und würde einen faktisch bestehenden Zustand legalisiert.

Der Antrag wurde mit 17 Gegenstimmen bei 10 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung abgelehnt. Für die Grünen ist diese Entscheidung eine klare Absage der Interessen der Bürger. Die Straße ist breit genug, da auch Busse im Gegenverkehr die Straße nutzen. Um an der Straße laufende Schüler zu schützen, fordern die Grünen seit Jahren schon einen ordnungsgenäßen Fußweg entlang der Straße.