FDP-Kommentar zur Infopolitik der Landesregierung war klassisches Eigentor

Weil sie eine PM der Büdinger Grünen zum mangelhaften Informationsfluss zwischen Stadt, Kreis und RP bezüglich der Erstaufnahme-Einrichtung inhaltlich nicht verstanden hatten, konstruierten FDP-Vertreter daraus einen angeblichen Vorwurf der Büdinger Grünen an den grünen Sozialminister Kai Klose.

Wenn die FDP nun begrüßt, „dass auch die Grünen in Büdingen die schlechte Informationspolitik ihres Parteifreunds Klose erkannt haben“, so liegt sie damit eindeutig falsch und zeigt, wie schwer sich die FDP mit seriöser Argumentation tut.   

Der Vorwurf der Büdinger Grünen richtete sich in keiner Weise gegen ihren Parteikollegen, wieso auch, leistet er doch seit Jahren qualitativ hochwertige Arbeit. Vielmehr kritisierten die Grünen in ihrer PM die Kommunikation zwischen Stadt, Kreis und RP. Dieses Bermudadreieck unklarer Informationen war angesprochen und nicht, wie die FDP locker behauptete, der hessische Sozialminister. Diese Unterstellungen weisen die Büdinger Grünen mit Entschiedenheit zurück.

Würde es sich bei den Verfassern der FDP-Pressmeldung um politische Neulinge handeln, könnte man noch vermuten, dass es sich dabei lediglich um völlige Unkenntnis der Zuständigkeiten und Mehrheitsverhältnisse in den verschiedenen Behörden handelt. Dieses Feigenblatt können sich langjährig in der Politik Arbeitende aber nicht vorhalten. Zumindest der örtliche FDP-Kommunalpolitiker Wolfgang Patzak hätte die PM der Büdinger Grünen begreifen können, statt sich in falschen Tiraden angeblicher Schuldzuweisungen innerhalb der Grünen zu ergehen. So platte Polemik muss auch in Wahlkampfzeiten nicht sein.